Dissertation

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11.02.2025, Kolloquium – Humboldts Netzwerke: Dominik Erdmann, „Alexander von Humboldts Schreibwerkstatt. Totalansichten aus dem Zettelkasten“, Berlin

„Ein Buch von der Natur muß den Eindruck wie die Natur selbst hervorbringen“, schrieb Alexander von Humboldt 1834 an Varnhagen von Ense. Doch wie schreibt man derartige Bücher über die Natur, zumal wenn sie „die ganze Materielle Welt“ zum Inhalt haben?
Humboldt bediente sich hierzu eines bis heute erhaltenen Zettelkastens, an dem sich zeigen lässt, wie er in Interaktion mit den ihm verfügbaren Schreibmaterialien Schere, Klebstoff, Gänsefedern, Tinte und Papier seine Totalansichten von der Natur hergestellt hat.

Im Rahmen des Kollquiums „Humboldts Netzwerke“ stellt Dominik Erdmann (Staatsbibliothek zu Berlin) am 11. Februar 2025 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) seine kürzlich erschienene Dissertationsschrift „Alexander von Humboldts Schreibwerkstatt. Totalansichten aus dem Zettelkasten“ in einem Impulsvortrag mit anschließendem Buchgespräch vor.

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06.12.2023, Vortrag: „Einheit in der Vielheit. Edition, Forschungsdaten und computergestützte Analysen zu Humboldts Kosmos-Vorträgen“, Berlin (und Online)

Wie können verschiedene Werkzeuge aus dem Bereich der Digital Humanities (DH), insbesondere des Natural Language Processing (NLP), zur Bearbeitung und heuristischen Beantwortung literatur- und editionswissenschaftlicher Fragestellungen eingesetzt werden? Antworten auf diese Frage bietet der Vortrag von Christian Thomas im Rahmen der „Kompetenzwerkstatt Digital Humanities“, der zugleich die wichtigsten Ergebnisse seiner kürzlich an der Humboldt-Universität zu Berlin erschienenen Dissertation sowie die zu deren Erarbeitung angewandten Methoden präsentiert.
Analysiert wird ein Korpus von Volltexten zu den berühmten Berliner „Kosmos-Vorträgen“ Alexander von Humboldts (1827/28), das etwa 3500 handschriftliche Seiten umfasst und in dem Mitschriften, Nachschriften und deren Abschriften aus dem Kreis der Hörerinnen und Hörer die wichtigsten Quellen darstellen.
Auf editionstheoretische Überlegungen, wie mit diesem Quellenbestand in einer (Digitalen) Edition zu verfahren ist, folgen exemplarische Untersuchungen des Korpus. Dabei kommen neben „traditionell hermeneutischen“ Methoden vor allem quantitative Untersuchungen und Verfahren wie automatische Kollation bzw. Plagiatssuche zum Einsatz. Es wird gezeigt, wie die eingesetzten Werkzeuge dabei helfen können, ein umfangreiches Textkorpus zu strukturieren und für die Lektüre zu erschließen, ohne dabei, wie in früheren editorischen Ansätzen, die Vielfalt der Quellen zu reduzieren.

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